Führungsverantwortung des Unternehmers

Führungsverantwortung des Unternehmers

Die Führungsverantwortung des Unternehmers ist täglich eine große Herausforderung. Ein Unternehmer braucht heute nicht nur Fachwissen und Kompetenz, sondern auch Führungsqualitäten.   Sobald ein Unternehmer Personalverantwortung übernimmt, übernimmt er auch soziale Verantwortung. Das betrifft insbesondere Unternehmer in kleinen und mittelständischen Betrieben. Ein selbstbestimmtes Leben findet für den Unternehmer nur noch selten statt.

Unternehmensnachfolge bei kleinen und mittelständischen Unternehmen

Die Aufgaben eines Unternehmers im mittelständischen Bereich sind umfassend :

  • er muss die Unternehmensphilosophie und -Strategie festlegen und kommunizieren, heißt:  Chef sein
  • er ist verantwortlich für den Umsatz und Ertrag des Unternehmens, bedeutet: Aufträge akquirieren
  • er muss das Personal führen und organisieren, bedeutet:  Arbeit verteilen
  • er muss seine Mitarbeiter beschützen, meint: er muss sie bezahlen und die Verantwortung für Mitarbeiter übernehmen

Irgendwann passiert vielleicht das, wovor jeder Unternehmer Angst hat. Er ist den Herausforderungen nicht mehr gewachsen und muss sich daher rechtzeitig um seine Nachfolge kümmern.  Die Unternehmergeneration, die heute mit dem Problem einer Unternehmensnachfolge konfrontiert wird, ist ein Produkt ihrer Zeit und der Gesellschaft.

Das bedeutet:

  • Unsere Gesellschaft erwartet ein Leitwolf-Verhalten von einem (kleinen mittelständischen) Unternehmer
  • Leistungen aus der Vergangenheit sind wertlos
  • Eine Niederlage wird mit Ablehnung bestraft.

Solange es unterschiedliche Denkweisen und Ansprüche gibt, solange wird sich an dem Berufsbild und dem Status des mittelständischen Unternehmers nichts ändern. Damit wird auch das Problem der Unternehmensnachfolge so bleiben, wie es ist. Die Politik und die Wirtschaft müssen daher den KMU dieselbe Aufmerksamkeit schenken wie der Großindustrie oder den dreißig Dax-Unternehmen. Denn in der Summe ist viel Klein ein Groß! Diese Tatsache scheint noch nicht bei allen angekommen zu sein! Nach wie vor ist es so: Wenn heute ein Großkonzern andeutet, dass mit erheblichen Entlassungen zu rechnen ist, dann geben sich die Politiker die Klinke in die Hand (Beispiel: Schlecker 2012 oder Air Berlin 2017). Bei einem Kleinunternehmer kommt – wenn überhaupt – nur der Insolvenzverwalter.

Die Gefahr, dass die Wirtschaft im Lauf der Jahre ausblutet, wird einfach ignoriert. So wird aus einem ganz persönlichen Nachfolgeproblem des Einzelnen ein gesamtwirtschaftliches Problem für die Allgemeinheit. Begründung: Mit jedem Unternehmen, das nicht weitergeführt wird, verliert die Wirtschaft ein Stück Kompetenz und damit die viel zitierte Wettbewerbsfähigkeit!

Fazit:

Viele mittelständische Unternehmer/-innen stellen jeden Tag ihre soziale Verantwortung mehrfach unter Beweis. Dafür gebühren ihnen Respekt und Anerkennung! Die finanzielle Situation hingegen ist fast so wie vor dreißig Jahren und das ist die eigentliche Tragik.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.