Preisfindung beim Unternehmensverkauf

 

Preisfindung beim Unternehmensverkauf

Die Preisfindung beim Unternehmensverkauf ist eines der wichtigsten Themen beim Unternehmensverkauf und leider nicht einfach, da sie von etlichen Faktoren beeinflusst wird. Grundsätzlich hängt der Verkaufspreis nicht von den persönlichen Bedürfnissen des Unternehmers ab, sondern setzt sich aus vielen wirtschaftlichen und rechtlichen Faktoren zusammen. Zugegeben, manchmal bestimmt auch schlicht die Nachfrage den Preis. Aber zunächst sollte man einen angemessenen Preis ermitteln.

Welche Faktoren wirken sich nun auf den Verkaufspreis aus?

In der Regel wird der Verkaufspreis mit Hilfe der Ertragswertmethode gemäß dem IDW Standard S1 ermittelt (siehe zum Beispiel unter http://www.difu.org/idw-s1/). Daher ist maßgeblichster Faktor bei der Preisfindung die Ertragskraft des Unternehmens. Denn nur aus zukünftigen Gewinnen kann der Erwerber den Kaufpreis finanzieren. Dabei kann sich die Ertragskraft nach dem Verkauf verändern. Sie kann sich erhöhen durch Synergieeffekte mit dem Käufer, die Durchführung möglicher Kostensenkungen, die Erhöhung des Umsatzes durch die Kundenkontakte des Käufers. Der Preis kann sich mindern durch notwendige Investitionen, die bisher nicht durchgeführt wurden, wie Modernisierungen, Reparaturen, Ersatzbeschaffungen. Denn diese muss der Käufer ebenfalls finanzieren.

Auch die Rechtsform des Unternehmens kann den Preis beeinflussen. Beim Kauf einer Einzelfirma und beim Erwerb von Personengesellschaften in Form der OHG, KG oder GmbH & Co. KG hat der Erwerber die Möglichkeit, den Kaufpreis bereits in den folgenden Jahren steuermindernd geltend zu machen. Bei dem Erwerb einer Kapitalgesellschaft kann der Kaufpreis erst bei einem späteren Verkauf der Unternehmensanteile steuermindern abgezogen werden. Daher kann der Verkaufspreis bei einer Einzelfirma oder Personengesellschaft durchaus um bis zu 50% über dem Verkaufspreis für eine Kapitalgesellschaft liegen.

Andererseits tritt der Käufer beim Erwerb einer Einzelfirma oder einer Personengesellschaft unter Umständen in die persönliche Haftung des Verkäufers ein, auch für Haftungsfälle vor der Übernahme des Unternehmens. Dies ist sorgfältig zu prüfen und kann den Preis durchaus erheblich mindern.

Neben der Ertragswertmethode gibt es branchenübliche Methoden zur Bestimmung des Verkaufspreises. Diese bestehen Üblicherweise in einem Multiplikator vom Umsatz, EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) oder anderen Kennzahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Es sollte daher vor der Durchführung einer aufwendigen Preisfindung nach der Ertragswertmethode immer erst geprüft werden, ob  ein branchenübliches Verfahren vorliegt. Ansprechpartner sind hier neben den Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern immer auch die IHK sowie berufsspezifische Kammern und Verbände.

Unternehmen verkauft man hier:  bei Substanzcheck http://www.substanzcheck-portal.com

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.